Projekte finanzieren mit Crowdfunding

Projekte finanzieren mit Crowdfunding

Crowdfunding etabliert sich immer mehr als eine Möglichkeit um für Projekte Geld zu sammeln Doch um erfolgreich zu sein braucht es eine gute Strategie. Ich habe bereits ein Projekt mit einer Summe von fast 11.000 Euro erfolgreich abgeschlossen und berate gerne andere Organisationen und Vereine dabei, um ebenfalls erfolgreiche Sammelaktionen durchzuführen.

Nachstehend finden Sei ein kurzes Interviews, das von der Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien mit mir dazu geführt wurde:

Warum habt ihr zum Geldsammeln für die Produktion des Bettenturms das Finanzierungsmodell Crowdfunding gewählt?

Unser Ziel war es neben unseren eigentlichen Mitgliedern (Kindern, Gruppenleiter/innen) auch andere Zielgruppen zu erreichen. Das waren sowohl ehemalige Jungschargruppenleiter/innen und -kinder als auch MieterInnen der Jungscharburg Wildegg. Respekt.net hat sich hier als Crowdfounding-Plattform angeboten, weil wir viele Dinge nicht selbst machen mussten (Eigene Homepage, Spendenabwicklung,…), sondern uns auf das Wesentliche, nämlich das Spendensammeln konzentrieren konnten.

Welche Erfahrungen habt ihr beim Sammelprozess gemacht? Gab es Schwierigkeiten?
Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, aber es war auch viel Arbeit. Am wichtigsten ist es den inneren Schweinehund zu überwinden und den Menschen wirklich auf die Nerven gehen zu wollen. Viele wollen spenden, aber erst die 5. oder 6. Mail nehmen sie dann zum Anlass es wirklich zu tun. Es braucht auch originelle Formen um auf die Sammlung aufmerksam zu machen. So habe ich mir auf Facebook zu meinem Geburtstag gewünscht, dass Menschen spenden und so sind immerhin gleich 300 Euro zusammen gekommen. Gut ist es außerdem wenn man Veranstaltungen hat, wo sich viele Leute treffen, weil man die Menschen dann persönlich ansprechen kann.

Würdest du diese Form der Finanzierung anderen kirchlichen Gruppierungen weiterempfehlen? Auf was muss man achtgeben?

Prinzipiell ist es eine sehr gute Form der Finanzierung. Wichtig ist es, dass es Projekte sind, die Interesse auch über die eigene Kernklientel hervorrufen. Außerdem braucht man eine gute Strategie, wie man auf das Projekt aufmerksam macht. Es nur auf eine Crowdfundingplattform zu stellen und einmal irgendwo zu posten ist sinnlos. Crowdfunding hilft viel, aber man muss auch viel Zeit investieren um Menschen in verschiedenster Weise (Facebook, Newsletter, Mails, Flugzettel, Briefe,…) auf das Projekt aufmerksam zu machen und sie zu motivieren zu spenden. Etwas leichter ist es, wenn man mit einer aktuellen „Spendenwelle“ wie z.B. derzeit dem Flüchtlingsbereich mitschwimmt, aber auch hier ist eine Crowdfoundingplattform kein garantierter Selbstläufer. Wichtig ist außerdem die Auswahl der Plattform. Für nichtkommerzielle Projekte ist respekt.net derzeit sicher die beste Möglichkeit, weil es hier viel Erfahrung und auch eine relativ große Community gibt.

Gewinnt Crowdfunding/Crowdinvesting deiner Ansicht nach an Bedeutung für die alternative Finanzierung von kirchlichen und sozialen Projekten?
Ja, es ist sicher eine Form wie immer mehr Menschen heutzutage in Projekte investieren. Natürlich ist die Sammlung am Kirchenausgang dem noch immer überlegen, aber nur solange man eine relevante Zahl an KirchenbesucherInnen hat. Insgesamt sehe ich auch den Vorteil, dass man Projekte wirklich gut konzipieren und erklären muss, damit die Menschen sie verstehen und investieren.